
Die drei Apporte
Wenn ihr schon so weit seid, dass euer Hund irgendwas holt und bringt, zum Beispiel ein Spielzeug, welches ihr versteckt habt, einen Ball der geworfen wurde, einen Handschuh, den ihr fallengelassen habt oder sogar schon ein richtiges Dummy, dann könnt ihr mit der „richtigen“ Apportierarbeit beginnen. Dazu müsst ihr nicht perfekt sein. Zum Beispiel, wenn euer Hund das Dummy noch nicht bei euch in die Hand legt, sondern vor euch fallen lässt, oder das Dummy/ Spielzeug lieber an der Schnur trägt, statt schön in der Mitte, dann ist das jetzt erstmal kein Problem.
Wartet nicht zu lange, euer Hund muss zeitnah lernen, wozu die Sache mit dem Dummy gut ist, sonst kann es sein, dass er sich bald langweilt und schnell keine Lust mehr hat. Apportieren soll spannend und unterhaltsam sein, vorgestern hab ich deshalb schon geschrieben, wir ihr Spannung in die Sache bringen könnt: Der Traum vom Apportierenden Hund .
Euer Hund soll 3 verschiedene Arten von apportieren kennen lernen. Diese übt ihr alle gleichzeitig pro Trainingstag. Also von jeder Art eine Aufgabe. Nutzt am besten 3 verschiedene Kommandos, dann weiß euer Hund gleich was zu tun ist. Ich kenne aber auch Retrieverprofies, die sagen zu allen „Go“ und fertig.

Was bedeutet also markieren?
Vereinfacht gemeint ist, dass euer Hund sich die Fallstelle des Dummys merken soll. Blöd ist, wenn ihr keinen Retriever habt, dass keine einzige Hunderasse sonst das von Natur aus kann.
Der normale durchschnittliche Familienhund wird bei dieser Übung sich vermutlich einfach nur grob die Gegend merken, wo das Dummy liegt und es dann einfach suchen. Das ist für die ganze erste Zeit total ok. Das eigentliche, punktgenaue Markieren übt ihr viel später oder euer Hund lernt es automatisch von alleine mit.
Habt ihr einen Retriever, könnt ihr auch kurz, verdammt kurz, das so erlauben, aber schon nach kurzer Zeit werdet ihr da strenger. Wie genau, erkläre ich euch später, und es wird auch noch ein Buch über alle Schritte beim Apportieren. Am besten einfach den Blog abonnieren, dann verpasst ihr nichts.
Ich glaube, ihr könnt ganz gut auf dem Bild sehen, wie die Aufgabe aussieht: einer wirft, euer Hund guckt schön zu und wenn er brav und still bei euch gesessen hat, schickt ihr ihn los mit dem Kommando „Apport“ und er darf los Fetzen und das Dummy holen.
Folgendes ist wichtig :
Der Hund muss still sitzen, darf nicht bellen oder fiepen und auch nicht vor dem Kommando losrasen.
Später kommen noch Kapitel, wo ich euch erkläre, wie ihr diese Probleme beheben könnt, aber jetzt würdet ihr einfach eine Leine nehmen, wenn er einspringen sollte.
Noch nicht so wichtig ist, wenn euer Hund das Dummy vor euch ausspuckt oder das Dummy suchen muss, weil er nicht richtig geschaut hat, wo es liegt.
Da gibt es später tollte Tricks, dass zu verhindern.

Was bedeutet Einweisen
Einweisen bedeutet, ihr schickt den Hund gerade auf ein Dummy zu. Das Kommando ist „Voran“ und am Ende der Strecke sagt ihr „such“ oder nutzt den „Suchenpfiff“. Wisst ihr schon, wie ihr das Kommando „Such“ beibringt? Ist eigentlich ziemlich leicht, aber wer es noch nicht kann, schreibt es einfach in die Kommentare. Dann erkläre ich das noch. Die Sache mit der Pfeife erkläre ich hier Pfeife Konditionieren. Ihr brauch zum Apportieren drei verschiedenen Pfiffe einen für „Sitz“ einen für „Komm“ und einen für „Such“.
Macht Einweisen zunächst nie auf einer Wiese, wie ich hier auf dem Bild. Das ist etwa für Fortgeschrittene. Ihr übt das mindesten ein halbes Jahr lang auf einen geraden Weg oder, was sich jetzt gerade so anbietet: In den Furchen auf einem Feld. Euer Hund braucht eine vorgegebene, schnurgerade Linie, damit er ein Gefühl dafür bekommt, was geradeaus überhaupt bedeutet. Und er muss schnell werden, um so schneller er beim Voran läuft umso gerade wird es.
Einweisen könnt ihr ohne Helfer üben: ihr nehmt auf einen Spaziergang das Lieblingsspielzeug von euern Hund mit oder etwas super tolles zu Essen, zb ein richtig großes Stück Wurst. Ihr legt es deutlich sichtbar hin, bzw. die Wurst platziert ihr am besten auf ein weißen Teller, damit der Hund es gut sieht. Ihr habt den Hund an der Leine und stachelt ihn ruhig ein bisschen an und macht ihn richtig aufmerksam auf das Ziel. Dann geht ihr 20 30 m weiter, dreht den Hund um und sagt noch mal etwas spannendes „Wooooo ist die Wurst/ der Ball….“ oder was auch immer ihr dann so sagt, macht die Leine ab, sagt voran und lasst ihn losschiessen. Er darf hinrasen, die Wurst essen oder mit den Spielzeug, was dort lag, ein wenig eskalieren. Er muss nichts apportieren, oberste Priorität hat, dass er schnell ist und gerade. Klappt das gut, könnt ihr beim nächsten Mal schon das Dummy hinlegen.
Suchen
Zum Suchen gibt es gar nicht viel zu erklären. Ihr beginnt mit Leckerli, den Hund an das Kommando zu gewöhnen. Also absetzen, 4 m weggehen, Hundekekse verstreuen, so dass der Hund dass sieht, mit „Such“ dort hinschicken und fertig. Hat er das Kommando verinnerlicht macht ihr das gleiche mit dem Dummy. Manche Hunde kommen zuerst nicht auf die Idee, dass sie ein gesuchtes Dummy auch bringen sollen. Sie denken, wenn sie fündig geworden sind, ist die Aufgabe zu Ende und sind ratlos. Dann könnt ihr mit dem Kommando „Bring“ oder was ihr so sagt, den Hund zum Aufnehmen motivieren.
Ja, das war erstmal der Überblick, was man als Anfänger so machen kann. Wenn ihr Probleme mit was habt, schreibt mir einfach, dann helfe ich.
Das wichtigste ist jedoch: Habt Spaß!








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