
Hundeerziehung ohne Leckerlies
Du stehst auf dem Feld, Dein Hund kommt auf Ruf zurück, und Du greifst in die Hosentasche. Sie ist leer. Der Beutel mit den Leberwurstbroten liegt zu Hause auf der Küchenanrichte. Also sagst Du „Fein gemacht“, Dein Hund schaut Dich an, dreht sich weg und schnüffelt weiter. Für ihn ist gerade nichts passiert.
Genau an dieser Stelle merken viele Halter zum ersten Mal, dass ihr Lobwort leer ist. Es klingt freundlich, es ist gut gemeint, es hat für den Hund allerdings noch keine Bedeutung. Das lässt sich in wenigen Tagen ändern.
Warum fast jede Ausbildung mit Futter beginnt
Futter ist der einfachste Weg, einem Hund verständlich zu machen, dass er gerade etwas richtig gemacht hat. Es wirkt sofort, es wirkt bei fast jedem Hund, und Du musst dafür nichts aufbauen. Der Welpe setzt sich, Du gibst ein Stück Käse, der Welpe setzt sich beim nächsten Mal schneller. Deshalb startet die Grundausbildung praktisch überall mit Leckerchen, und das ist auch völlig richtig so.
Nach der Basisausbildung, oft nach der Begleithundeprüfung, verschiebt sich die Lage. Der Hund kann die Signale. Er soll sie auch dann zeigen, wenn Du gerade mit dem Einkaufskorb am Auto stehst oder mit dem Nachbarn redest. In diesen Momenten hat kaum jemand Futter zur Hand. Wer bis dahin ausschließlich über Futter gearbeitet hat, steht dann mit leeren Händen da. Genau jetzt verändern wir die Ausbildung mit unserem Hund.

Belohnung ohne Leckerlis funktioniert bei den meisten Hunden sofort
Bevor wir zum Aufbau eines Lobwortes kommen, kommt der Teil, der viel wichtiger ist: Die allermeisten Hunde brauchen für verbales Lob überhaupt kein Training. Dein Hund versteht echte Freude bereits. Er braucht dafür einen Menschen, der ihm diese Freude auch zeigt.
Genau hier entscheidet sich, ob Hundeerziehung ohne Leckerlis bei Dir gelingt. Es geht um Deine Stimme, um Dein Gesicht und darum, ob Dein Hund Dir Deine Begeisterung abnimmt.
„Fein, braver Hund“ in Alltagsstimme geht am Hund vorbei
Sag Dir den Satz einmal so vor, wie Du sagen würdest, dass Du gleich Brötchen holen gehst. Sachlich, freundlich, in Deiner normalen Sprechlage. Für Deinen Hund war das gerade eine Mitteilung, keine Belohnung.
Dafür gibt es einen sehr klaren Beleg. Eine Forschergruppe um Attila Andics an der Eötvös-Loránd-Universität in Budapest hat dreizehn Hunden im Hirnscanner Aufnahmen ihrer eigenen Trainer vorgespielt und dabei vier Varianten gemischt: echte Lobworte in Lobstimme, echte Lobworte in nüchterner Stimme, bedeutungslose Füllworte in Lobstimme und Füllworte in nüchterner Stimme. Das Ergebnis erschien 2016 im Fachblatt Science.
Das Belohnungszentrum im Hundegehirn sprang genau in einem Fall an: wenn Lobwort und Lobstimme zusammenkamen. Ein Lobwort in flacher Stimme ließ es dunkel. Ein bedeutungsloses Wort in begeisterter Stimme ebenfalls. Die Hunde bearbeiteten dabei beides getrennt, den Wortinhalt in der linken Gehirnhälfte und den Klang in der rechten, und setzten es anschließend zusammen.
Für Dich heißt das: Beides muss stimmen. Dein Hund braucht das Wort, das er kennt, und den Klang, der zu diesem Wort gehört.
Die hohe, quietschige Lobstimme ist der halbe Erfolg
Dieser leicht überdrehte Tonfall, den viele Menschen bei Hunden benutzen, hat einen Namen: hundegerichtete Sprache. Sie ähnelt der Art, wie Erwachsene mit Babys reden, also höher, melodischer, mit größeren Sprüngen in der Tonhöhe.
Lange galt das als reine Marotte der Halter. Alex Benjamin und Katie Slocombe von der University of York haben es 2018 in der Fachzeitschrift Animal Cognition überprüft, und zwar mit echten Menschen im Raum statt mit Lautsprechern. Erwachsene Hunde schauten dem Menschen mit der hohen, emotionalen Sprechweise deutlich mehr zu und suchten danach auch seine Nähe.
Der spannende Teil kam im zweiten Versuch. Die Forscherinnen tauschten Klang und Inhalt gegeneinander aus, sprachen also hundebezogene Sätze in nüchterner Stimme und alltägliche Sätze in Lobstimme. Damit verschwand der Effekt. Erst die Kombination aus hundebezogenem Inhalt und hoher, emotionaler Stimme brachte die Hunde dazu, sich zuzuwenden. Eine französische Arbeitsgruppe um Sarah Jeannin kam 2017 mit 44 erwachsenen Hunden und 19 Welpen zu einem ähnlichen Ergebnis: Die höhere, stärker schwankende Stimme zog die Aufmerksamkeit zuverlässiger auf sich.
„Bist Du ein feiner Hund“ in Deiner höchsten, wärmsten Stimme trifft Deinen Hund also gleich doppelt. Derselbe Satz in Deiner Bürostimme kommt bei ihm als Hintergrundgeräusch an.
Wie hoch der Wert von Lob wirklich liegen kann
Gregory Berns und sein Team an der Emory University in Atlanta haben fünfzehn Hunde beigebracht, wach und frei im Hirnscanner zu liegen. Dann verglichen sie, wie stark das Belohnungszentrum auf ein angekündigtes Futterstück und auf angekündigtes Lob des eigenen Menschen reagierte, veröffentlicht 2016 in Social Cognitive and Affective Neuroscience.
Bei dreizehn von fünfzehn Hunden fiel die Reaktion auf das angekündigte Lob etwa gleich stark oder stärker aus als auf das Futter. Vier Hunde reagierten besonders deutlich auf Lob, neun etwa gleich stark auf beides, zwei waren ausgesprochene Futterhunde. In einem zweiten Versuch liefen die Hunde durch ein Y-förmiges Labyrinth. Am einen Ende stand eine Futterschüssel, am anderen wartete der eigene Mensch mit Lob. Welchen Weg ein Hund wählte, ließ sich aus seinem Hirnscan vorhersagen.
Ehrlich dazugesagt: Über die ganze Gruppe gerechnet lagen Futter und Lob etwa gleichauf. Der eigentliche Wert dieser Arbeit liegt in der Bandbreite zwischen den einzelnen Hunden. Für einen großen Teil der Hunde ist das Lob ihres Menschen genauso viel wert wie Futter, für manche mehr. Wer seinen Hund dauerhaft ausschließlich über Leckerlis führt, verschenkt bei diesen Hunden die stärkere Währung.
Anlachen und Blickkontakt gehören zum Lob dazu
Beim Loben arbeitet Dein Gesicht mit. Eine japanische Arbeitsgruppe um Miho Nagasawa hat 2015 in Science beschrieben, dass bei Hund und Mensch nach einer halben Stunde gemeinsamer Zeit mit viel Blickkontakt der Oxytocinspiegel bei beiden anstieg, also der Wert jenes Hormons, das auch die Bindung zwischen Mutter und Kind trägt. Bei handaufgezogenen Wölfen zeigte sich das in derselben Versuchsanordnung nicht. Die Gruppe war klein, deshalb wird über die Reichweite dieser Ergebnisse bis heute diskutiert, die Richtung passt allerdings zu vielem, was Hundehalter täglich erleben.
Eine finnische Arbeit von Sanni Somppi und Kollegen aus dem Jahr 2017 zeigt die andere Seite davon: Unter Oxytocin richteten Hunde ihren Blick stärker auf freundliche Menschengesichter und besonders auf die Augenpartie eines lachenden Gesichts. Ein offenes, lachendes Gesicht ist für Deinen Hund also ein eigenes Signal.
Wenn Du lobst, schau Deinen Hund an. Zieh die Augenbrauen hoch, lach ihn richtig an, geh in die Hocke oder mach Dich klein. Diese Dinge zusammen ergeben das Bild, das bei Deinem Hund ankommt.
Aus sich herauszugehen ist eine Kunst, und viele scheuen sich davor
Hier liegt die eigentliche Hürde, über die kaum jemand spricht: Vielen Menschen ist es peinlich, ihren Hund zu feiern. Auf dem Hundeplatz stehen zwanzig Leute und schauen zu. Zu Hause hört die Nachbarin über den Gartenzaun mit. Also bleibt es bei einem knappen „Fein“ und einem Klaps auf die Schulter.
Der Vergleich zu Kindern hilft. Wenn Dein Kind eine Eins nach Hause bringt, sagst Du vielleicht „Hey, gut gemacht“ und legst zwei Euro drauf. Das ist freundlich. Ein Kind, das erlebt, wie seine Mutter tatsächlich strahlt, sich freut und ihm erzählt, wie stolz sie ist, trägt daraus etwas völlig anderes davon. Bei Deinem Hund verhält es sich genauso.
Emotional aus sich herauszukommen lässt sich üben. Fang zu Hause an, wo Dich niemand hört. Nimm Dir vor, Deinen Hund dreimal am Tag richtig zu feiern, mit hoher Stimme, mit Namen, mit einem ganzen Satz und für fünf bis fünfzehn Sekunden. Wer einmal gesehen hat, wie ein Hund dabei größer wird, die Ohren hochnimmt, mit der Rute wedelt, tänzelt und nachfragt, ob er wirklich gemeint ist, macht danach von allein weiter.
So sieht echtes verbales Loben aus
Sprich zwei bis drei Töne höher als sonst, mit Schwung in der Stimme und mit deutlichen Höhen und Tiefen im Satz.
Nimm einen ganzen Satz statt eines einzelnen Wortes, gerne mit dem Namen darin: „Mensch, bist Du ein feiner Hund“, „Das hast Du toll gemacht, Junge“.
Schau Deinen Hund dabei an und lach ihn an. Zieh die Augenbrauen hoch, mach das Gesicht weit und offen.
Geh in die Hocke, öffne die Arme oder lauf zwei, drei Schritte rückwärts, damit Dein Hund Dir nachkommt. Bewegung macht die Freude für ihn sichtbar.
Lob innerhalb der ersten Sekunde nach der Übung und lass es fünf bis fünfzehn Sekunden laufen. Ein Leckerli ist nach zwei Sekunden geschluckt, Deine Freude hält so lange an, wie Du sie zeigst.
Das Wichtigste bleibt: Meine es ernst. Freu Dich wirklich über Deinen Hund. Hunde lesen Stimmung erstaunlich genau, aufgesetzte Begeisterung fällt bei ihnen durch.
Leckerlis behalten ihren Platz
Belohnung ohne Leckerlis heißt selbstverständlich, dass Futter weiter seinen Sinn hat. Ein Leckerli belohnt punktgenau in Sekundenbruchteilen und eignet sich damit hervorragend für neue Übungen, für kleinschrittige Arbeit und für alles, was Dein Hund gerade erst lernt. Es ist das schnelle Werkzeug für zwischendurch.
Was den Alltag trägt, ist etwas anderes. Der Rückruf am Feldrand, das ruhige Warten an der Bordsteinkante, der Blick zu Dir, wenn ein Radfahrer vorbeirauscht: Diese Dinge belohnst Du auf Dauer am besten mit dem, was Du immer dabeihast. Deine Stimme und Deine Freude vergisst Du niemals zu Hause auf der Küchenanrichte.
Was machen wir, wenn wir das nicht können, wenn wir nicht schaffen, echt und authentisch zu sein

Wenn wir nicht schaffen, authentisch zu sein, weil wir das selber für uns nie gelernt haben, oder unser Hund ein ängstlicher Tierschutz Hund ist, der einen halben Herzinfarkt bekommen würde, wenn wir gemeinsam mit ihn ein bisschen eskalieren würden, dann können wir unser Lob Wort auch konditionieren und so uns nach und nach herantasten.
Was ein aufgebautes Lobwort bei einem Hund auslöst
Bei Hunden, die verbales Lob kennen, geht deutlich mehr als bei einem Stück Wurst. Die Ohren kommen hoch, die Rute geht hoch, viele Hunde tänzeln, kommen noch einmal zurück und fragen sozusagen nach: War ich das wirklich? Sagst Du dann noch einmal „Feiner Hund“, legen sie in der nächsten Wiederholung der Übung oft deutlich mehr Einsatz hinein.
Der Unterschied liegt darin, dass ein Leckerchen ein Ereignis ist, das nach zwei Sekunden vorbei ist. Ein Lob von Dir ist Aufmerksamkeit von der wichtigsten Person im Leben des Hundes, und die hält an, solange Du sie gibst. Voraussetzung bleibt, dass Dein Hund gelernt hat, was diese Worte bedeuten und das Du authentisch bist und auch Dein Tonfall klar erkennen lässt, dass Du es wirklich genauso meinst
Genau hier liegt der Punkt, den viele Halter überhaupt noch erfahren müssen: Verbales Lob wirkt bei einem Hund erst dann, wenn es jemand mit ihm aufgebaut hat. Ein Hund, der freundliche Worte hört und dabei ruhig weiterschnüffelt, ist völlig normal. Ihm fehlt schlicht die Verknüpfung.
Markerwort und Lobwort sind zwei verschiedene Werkzeuge
Trenne die beiden im Kopf, das macht den Aufbau leichter.
Das Markerwort ist kurz, sachlich und punktgenau. „Fein“ oder „Top“, ein Wort, immer dasselbe, immer gleich betont. Es sagt Deinem Hund: In genau dieser Sekunde war es richtig, gleich kommt Deine Bezahlung. Es funktioniert wie ein Klicker, nur eben mit Deiner Stimme. Nach dem Markerwort folgt in der Aufbauphase jedes Mal etwas, das Dein Hund gerne hat.
Das Lobwort oder Beziehungslob ist länger, wärmer und darf ausufern. „Bist Du ein feiner Hund“, „Mensch, das war schön“. Es beendet keine Übung, es teilt eine Stimmung mit. Dieses Lob baust Du auf dem Markerwort auf, sobald das sitzt.
Der Aufbau in der Küche: zehn Minuten pro Woche reichen
Such Dir einen ruhigen Raum ohne Ablenkung. Dein Hund sollte leicht hungrig sein, also am besten vor der Mahlzeit üben.
Nimm zehn bis fünfzehn kleine, weiche Futterstücke in die Hand und halte die Hand seitlich am Körper oder hinter dem Rücken. Dein Hund darf dabei stehen, sitzen oder liegen, wie er möchte. Er soll für diese Übung nichts leisten, das ist Absicht.
Dann läuft es in dieser Reihenfolge:
Sag Dein Wort, ruhig und deutlich, in Zimmerlautstärke. Warte eine Sekunde. Führe die Hand nach vorne und gib ein Futterstück direkt in den Fang.
Warte fünf bis zehn Sekunden, bis Dein Hund wieder ruhig ist und wegschaut. Dann folgt die nächste Wiederholung.
Die Reihenfolge trägt die ganze Übung. Das Wort kommt zuerst, das Futter danach. Bewegst Du die Hand schon, während Du sprichst, schaut Dein Hund auf die Hand und das Wort geht unter. Halte die Hand also still, bis das Wort ausgesprochen ist.
Zehn bis fünfzehn Wiederholungen dauern etwa zwei Minuten. Zwei solcher Durchgänge am Tag, an fünf Tagen in der Woche, reichen völlig aus.
Der Test nach drei bis fünf Tagen
Warte einen Moment ab, in dem Dein Hund mit etwas anderem beschäftigt ist. Er liegt zwei bis drei Meter entfernt, döst oder schaut aus dem Fenster. Sag jetzt Dein Wort, in derselben Lautstärke wie beim Üben, ohne Deinen Namen davor und ohne jede Handbewegung.
Dreht Dein Hund den Kopf zu Dir, sind die Ohren nach vorne gerichtet oder steht er auf, hat er verknüpft. Geh dann zu ihm und gib das Futterstück, das Du versprochen hast.
Bleibt die Reaktion aus, brauchst Du einfach noch ein paar Tage mehr. Manche Hunde haben es nach zwanzig Wiederholungen, andere nach zweihundert. Erhöhe dann den Wert des Futters, nimm also statt Trockenfutter etwas Weiches wie Käse oder Leberwurst, und übe weiter.
Deine Stimme macht die halbe Arbeit
Hunde lesen die Tonlage lange bevor sie das Wort verstehen. Ein Lob, das in derselben Tonlage kommt wie „Aus“ oder „Platz“, geht in der Mitte verloren.
Halte Kommandos knapp und sachlich. Halte Lob eine Spur höher, weicher und etwas gedehnt, fast schon singend. Der Unterschied darf für einen Zuhörer deutlich hörbar sein. Wer selbst ein tiefes, ruhiges Sprechen gewöhnt ist, geht bewusst zwei Töne höher.
Deine Körpersprache passt dazu: Schultern locker, Oberkörper leicht seitlich zum Hund, Hände offen. Wenn Du dazu streicheln möchtest, streich seitlich an der Schulter oder an der Brust. Die Hand von oben über den Kopf empfinden viele Hunde als bedrängend, das nimmt dem Lob einen Teil seiner Wirkung.
Vom Markerwort zum echten Beziehungslob
Sobald Dein Hund auf das kurze Wort zuverlässig reagiert, hängst Du den langen Satz daran. Also erst „Fein“, dann direkt hinterher „Bist Du ein feiner Hund“ in warmer Stimmlage, dann das Futter. Nach ein bis zwei Wochen kannst Du das kurze Wort weglassen und nur noch den Satz sprechen.
Ab jetzt darfst Du damit großzügig sein. Der Hund kommt aus dem Garten herein, Du sagst ihm, dass er ein feiner Hund ist. Er lässt sich das Halsband anlegen, dasselbe. Diese kleinen Momente füllen das Konto, aus dem Du später auf dem Feld schöpfst.
Futter ausschleichen, Wert erhalten
Nach etwa drei bis vier Wochen gibst Du das Futter unregelmäßig. Erst jedes zweite Mal, dann jedes dritte, dann in zufälligem Wechsel: mal nach dem ersten Lob, mal nach dem vierten, mal zweimal hintereinander. Diese Unregelmäßigkeit hält die Erwartung hoch.
Damit das Lobwort seinen Wert behält, deckst Du es dauerhaft weiter ab. Eine Faustregel, die sich bewährt hat: Auf jedem Spaziergang folgen auf drei bis fünf Lobs auch einmal Futter, ein Spiel mit dem Dummy oder die Freigabe zum Schnüffeln. Damit bleibt das Wort für Deinen Hund ein Versprechen, das gehalten wird.
Die häufigsten Stolpersteine
Das Lobwort im Dauerbetrieb. Wer eine halbe Stunde lang „fein, fein, fein“ vor sich hin spricht, während der Hund im Feld unterwegs ist, weicht das Wort auf. Setz es gezielt.
Das Lobwort als Beruhigung. Viele Halter sprechen ihren Hund in unangenehmen Momenten beschwichtigend an, etwa beim Tierarzt oder bei Silvesterknallern. Halte Dein Lobwort für Momente frei, in denen Dein Hund sich wohlfühlt, und nimm für schwierige Situationen andere Worte.
Das Lobwort als Schlusspunkt. Wenn auf das Lob regelmäßig das Ende der Freiheit folgt, also Leine dran und ab ins Auto, sagt das Wort irgendwann genau das voraus. Lob Deinen Hund und lass ihn danach häufig weiterlaufen.
Der Rufname als Lobwort. Der Name ist ein Aufmerksamkeitssignal und behält diese Aufgabe. Nimm für das Lob ein eigenes Wort.
Hunde, die auf Stimme wenig ansprechen
Es gibt Hunde, bei denen Stimme auch nach sauberem Aufbau nur mäßig ankommt. Bei ihnen wirken Berührung oder Bewegung stärker. Koppel das Lobwort dann fest an eine ruhige Brustkraulung von fünf Sekunden oder an zwei, drei Schritte gemeinsames Herumalbern. Beim Retriever oder anderen Apportierhunden kannst Du das Lobwort auch an den geworfenen Dummy hängen.
Bei älteren Hunden lohnt sich zusätzlich ein Blick auf das Gehör. Wenn Dein Hund auf leise Ansprache aus zwei Metern kaum noch reagiert, aufs Türklingeln allerdings schon, baust Du am besten parallel ein Sichtzeichen auf, etwa den Daumen nach oben zusammen mit einem breiten Lächeln. Hunde lesen Mimik erstaunlich gut, wenn jemand sie ihnen erklärt.
Woran Du merkst, dass es sitzt
Dein Hund führt eine Übung aus, Du sagst Deinen Satz, und er kommt zurück zu Dir, tänzelt, stupst Dich an oder legt sich auf den Rücken. Er fragt gewissermaßen nach mehr. Ab diesem Punkt hast Du auf jedem Spaziergang, in jeder Prüfung und in jeder Alltagssituation eine Belohnung dabei, die Du niemals zu Hause vergessen kannst.







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